„Matisse en son temps“, Fondation Pierre Pierre Gianadda,

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Martigny, Suisse

20.06.2015 – 22.11.2015

Die vielen Leihgaben aus dem Centre Pompidou verwandeln das Bergdorf Martigny wieder einmal in eine wahre Kunstmetropole. Denn das dort beheimatete Privatmuseum „Fondation Pierre Gianadda“ zeigt derzeit den Künstler Henri Matisse (1869 – 1954) im Dialog mit Werken seiner Zeitgenossen wie Picasso, Modigliani, Bonnard und anderen.

Dabei präsentiert die Ausstellung den Künstler chronologisch in seinen verschiedenen Schaffensperioden beginnend mit dem Fauvismus.

Als Zugabe lohnt sich ein Besuch des herrlichen Skulpturengartens der Fondation mit Werken von Rodin (Le Baiser, 1886) oder Niki de Saint-Phalle (Les Baigneurs, 1984).

 

Art Masters in St. Moritz, Schweiz

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Jedes Jahr Ende August

Ende August stand der bekannte Ort im Engadin zum 8. Mal in Folge ganz im Zeichen der modernen und zeitgenössischen Kunst.

Im Mittelpunkt des diesjährigen Events standen Künstler aus Italien, dessen Werke vor allem in Gallerien, Hotels, Kirchen und auf öffentlichen Plätzen gezeigt wurden.

Dieses jährlich stattfindende Festival ist dann auch eine Prima-Gelegenheit, sich über die Kunst auch der Stadt zu nähern. „Das letzte Wort hat das Bild“ ist auf einer Häuserwand zu lesen.

Mit von der Partie:

Werke von Lucio Fontana, wie zum Beispiel seine gelochten Gemälde, die den Durchblick symbolisieren oder eine Vase des Künstlers im Wert von 390.000 USD

Gemaelde, Zeichnungen und Keramiken von Wilfredo Lam (1902 – 1982), der exklusiv von der Gallerie Gmyrzynska (Zürich) vertreten wird und vom 30.09. bis zum 15.02.im Centre Pompidou ausgestellt wird

wunderschöne Skulpturen von Marino Marini (1901 – 1980)

oder auch der schweizer Bergsteiger und Fotograf Robert Boesch mit imposanten Fotografien aus der Serie „landscapes“.

Zentrum Paul Klee, Bern

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Schenkungen aus dem Nachlass des Künstlers und Leihgaben von Privaten verwandelten das Zentrum in eine prall gefüllte Schatztruhe, aus der sich immer wieder neue Ausstellungen zaubern lassen.

So werden auch aktuell zwei interessante Ausstellungen gezeigt:

„Klee und Kandinsky“ vom 19.06.2015 – 27.09.2015 und „Klee in Bern: vom 14.02.2015 – 12.01.2016.

„Klee und Kandinsky“ zeigt deren kuenstlerische Beziehung zwischen 1900 und 1940, ihre Gemeinsamkeiten, aber auch ihre Unterschiede. Eine Gemeinsamkeit bestand zum Beispiel in der Wahl der Motive, wie an Landschaften, Farbkompositionen und Allegorien beider Künstler zu sehen ist.

Symbolik zeigt sich zum Beispiel bei Klee in „Abfahrt der Schiffe“ von 1927 mit der Botschaft „neue Moeglichkeiten finden“ oder bei Kandinskys „St. Georg‘ von 1911 mit der Botschaft ‚dqs Boese besiegen:.

“Klee in Bern” zeigt viele Werke, die der Künstler in seiner Heimat schuf oder die sich auf diese bezogen.

 

Kader Attia in Lausanne

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„Wenn Kunst nicht schoen sein will …‘ so koennte man die Werke des franzoesisch-algerischen Kuenstlers, der in Berlin und Algier lebt, umschreiben.

Denn der Zeitgenosse Kader Attia nutzt Skulpturen, Insallationen oder Videos, um seine politischen Botschaften zu transportieren.

Beeindruckend seine Installation “Artificial Nature” (2014). Sie besteht aus Beinprothesen aus beiden Weltkriegen, die kreisförmig aneinander liegen. Im Hintergrund die “gueules cassées, die zerfetzten Gesichter aus dem ersten Weltkrieg, statt der üblichen Heldenbüsten. Damit erinnert er an die barbarischen Schlachtfelder dieser und anderer Kriege.

 

…..

Siehe auch Beitrag zu seiner Installation „Demonkratie“.

Ergänzung des Artikels „Der Himmel gehört uns allen, oder?“

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Beitrag von www.e-recht24

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Mehr Kunst durch Kooperationen

 

Es ist eine verblüffend einfache, aber effiziente Methode und trotzdem nicht gerade üblich:

zwei Museen legen zusammen, um zu verhindern, dass Meisterwerke der Malerei in Privatbesitz verstauben oder dorthin verkauft warden.

So hatte die Familie Rotschild zwei Hochzeitpoträts von Rembrandt (das Doppelporträt von 1634 mit Maerten Soolmans und Oopjen Coppit) dem Louvre vergeblich zum Kaufpreis von 160 Mio. € angeboten. In Zusammenarbeit mit dem Amsterdamer Rijksmuseum schien der Kauf wieder machbar, zumindest wurde darüber nachgedacht. Da der Louvre aber auch den Teilbetrag nicht aufbringen konnte, wurden die Gemälde jetzt vom Reichsmuseum und der niederländischen Regierung gekauft.

Die Werke symbolisieren das “Goldene Zeitalter”, die Kooperation verheisst eine goldene Zukunft für Museumsbesucher.

Der Himmel gehört uns allen, oder?

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Bei selbst erstellten Fotos im öffentlichen Raum ist die Sache klar: der Fotograf besitzt auch das Recht zur Nutzung. Trotzdem sind auch hier zwei Aspekte zu berücksichtigen:

 

Identifizierbare Personen dürfen nicht ohne deren Zustimmung gezeigt werden (Persönlichkeitsrechte), außer es handelt sich um Personen des öffentlichen Lebens.

Unscharfe Zufallsabbildungen sind hingegen erlaubt.

In manchen Ländern ist es nicht immer gestattet ist, ein eigenes Foto von markanten Gebäuden und Kunstwerken im öffentlichen Raum zu nutzen. Im Unterschied zu Deutschland ist dieses auch als Panoramafreiheit bekannte Recht zum Beispiel in Frankreich und Belgien eingeschränkt und eine kommerzielle Verwendung und Verbreitung von Motiven wie Eifelturm oder Atomium sind ohne Erlaubnis untersagt.

Zum Glück hat sich das Europäische Parlament vor kurzem gegen eine europaweite Einführung dieser derzeit nur vereinzelt gültigen Beschränkung ausgesprochen. Das gegenwärtig geltende EU-Urheberrecht überlässt es den Mitgliedstaaten, eine Klausel zur “Panoramafreiheit” in die nationalen Bestimmungen aufzunehmen. Die EU-Kommission arbeitet derzeit an einer Anpassung der entsprechenden Gesetzgebung von 2001.

Wie steht es aber mit Fotos von Gemälden oder anderen Kunstwerken, die man in Museen und auf Ausstellungen sieht? Wann darf man ein Kunstwerk fotografieren und diese Fotografie im Internet veröffentlichen oder kommerziell nutzen?

 

Diese Frage regelt ebenfalls das Urheberrecht:

 

Zu Lebzeiten verfügt der Künstler selbst über die Rechte an seinem Werk.

Im Zeitraum bis zu 70 Jahren nach dem Tod des Künstlers geht dieses Recht auf die Erben über.

70 Jahre nach dem Tod des Künstlers wird das Werk gemeinfrei.

Wie bei der Panoramafreiheit sind auch diese Schutzfristen nicht EU-weit gültig. So gewährt das französische Urheberrecht längere Schutzfristen, um die Dauer der Weltkriege zu kompensieren.  Hier gelten Fristverlängerungen für den Ersten und Zweiten Weltkrieg sowie für Personen, die für Frankreich im Zweiten Weltkrieg gefallen sind.

 

Was aber steht es mit den Rechten der Besitzer/Eigentümer der Bilder, die diese der Öffentlichkeit zur Schau stellen wie dies bei Museen der Fall ist?

 

Hierzu gibt es keine generelle Lösung. Jedes Museum kann selbst festlegen, ob fotografiert werden darf und wenn ja, ob man die Fotos veröffentlichen kann. Für Journalisten oder Blogger gelten Sonderrechte. Es gilt also, die “Hausordnung” der Museen zu studieren, die zum Beispiel auf den jeweiligen Websites zu finden sind.

 

Die Königlichen Museen der Künste in Brüssel schreiben in ihren “visitors regulations”, Article 25:

 

“During public opening hours, visitors are authorized to photograph or film (including video) the works of art in the permanent collections of the Oldmasters Museum, Modern Museum and Fin-de-Siècle Museum (except for artworks with a logo), for private use only. Under no circumstances may the images be disseminated. Photography or filming is strictly forbidden in the Magritte Museum and temporary Exhibitions.”

 

Dabei stellt sich auch die Frage, ob man Fotos von Kunstwerken, die vom Besitzer ins Internet gestellt wurden, ohne Genehmigung nutzen darf.

 

In der Regel bedarf die Veröffentlichung und Nutzung dieser Fotos ebenfalls einer Genehmigung der Besitzer.

 

Übrigens: Fotos von Kunstwerken kann man auch kaufen, dann wurden die Rechte auf einer anderern Ebene geklärt und man geht kein Risiko ein.

 

Dieser Beitrag ist sicher nicht vollständig und nicht als Rechtsberatung zu verstehen.

 

 

Fondation Louis Vuitton und das Musée National Picasso

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Europa lebe hoch – jetzt erst recht nach Paris.

 

Paris ist immer eine Reise wert, besonders auch für Kunstliebhaber. Und für die gibt es weitere Highlights.

 

Die Fondation Louis Vuitton im Bois de Boulogne in Paris wurde 2006 als private Kulturintiative der LVMH Group gegründet. Das kürzlich fertiggestellte Gebäude entstand nach den Plänen des amerikanischen Stararchitekten Frank Gehry.

 

In den vielen Räumen dürfte jeder auf seine Kosten kommen: die ständige Sammlung beherbergt Größen wie Richter, Polke oder Giacometti. Ein echter Hingucker ist “Mann im Matsch” von Thomas Schütte. Ein Mann sucht mit einer Wünschelroute nach Wasser, ein sehr aktuelles Thema denkt man beispielsweise an Kalifornien. Daneben sorgen die Wechselausstellungen für Furore wie zum Beispiel « les clefs d’une passion » mit “Der Schrei” des norwegischen Malers Edvard Munch und vielen anderen Meistern wie Dix, Monet oder Mondrian.

 

http://www.fondationlouisvuitton.fr/en/Informations-pratiques.html

 

Bei Picasso scheiden sich die Geister. Manche finden ihn schlicht hässlich, andere atemberaubend.

 

Wie auch immer: das neu eröffnete Musée National Picasso bietet eine umwerfende Fülle an Gemälden, Skizzen und Skulpturen des Künstlers. Die weltweit größte Sammlung.

 

http://www.museepicassoparis.fr

Dies ist keine Ente : Eine Ente im Dienst der Kunst.

interDuck

10 AUGUSTUS 2015

interDuck

 

Als Wanderausstellung habe ich sie in Lille gesehen ;Die Meisterwerke der Kunst diesmal mit Ente. Die Berliner Truppe “InterDuck” hat sie entwickelt,die etwas andere Ausstellung, die die Bestände vieler großer Museen fröhlich aufzumischen scheint. Automatisch schaut man zweimal hin, bevor man zu schmunzeln beginnt. Meine Lieblingsbild: der arme Poet, ursprünglich von Carl Spitzweg. Denn bei der Betrachtung dieses Bildes wird mir klar: ausgerechnet eine Ente ist wie keine andere Kreatur befähigt, die Armseligkeit des Menschen, insbesondere vieler Künstler aus früheren Zeiten darzustellen.

 

Ein weiterer Vorteil: nach dem Besuch kennt auch der letzte Kunstbanausedie berühmten Werke von Cranach, Breughel, Bosch, Rubens, Vermeer, Leonardo da Vinci u.a.

 

Originell und lehrreich!

 

Wann die nächsten Enten welches Museum auffrischen?

 

Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim

September 2015 – 3. April 2016

 

http://www.duckomenta.com

 

Orientalische Motive

 

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9 AUGUSTUS 2015

Woher kommt die Tulpe? Aus Amsterdam? Falsch! Die Tulpe stammt aus dem Orient wie man beim Anblick des Gemäldes mit der wunderschönen Tulpe von Conrad Gessner (1559) begreift.

Aber das ist nicht das Einzige, worüber man in der Ausstellung “Die Welt des Sultans: die Ottomanen in der Kunst der Renaissance” staunen kann. Als die Ottomanen 1453 Konstantinopel erobern und 1529 vor den Toren Wiens stehen, wächst auch das Interesse westlicher Künstler an diesem Volk und es sind Diplomaten, Pilger und ehemalige Gefangene, die ihnen neue Kenntnisse verschaffen. Diesem Interesse verdankt die Welt großartige Kunstgegenstände, von denen die Ausstellungen viele zeigt unter anderem Teppiche, Gemälde, dekorative Uhren, Bücher.

Besonders beeindruckt hat mich die Porträt Serie der ottomanischen Sultane von Paolo Veronese sowie das eher kleine Gemälde “der orientalische Reiter” von Albrecht Dürer, das auf das Jahr 1495 geschätzt wird.

Die Ausstellung läuft in Brüssel im Palais des Beaux-Arts/Paleis voor Schone Kunsten (BOZAR) noch bis 31.05.