Andres Serrano: „“I don’t think my work is shocking”

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I think it is.

When you look at the artworks of Andres Serrano, large scale photographs, you will find mainly items like sex, religion, torture, illness and death.

Under the works you will find also his very famous „Piss Christ“ (1989).

I think you will be shocked if you hear that this photo was lying in the urine of the painter. You will also be shocked by the title. And probably you will be shocked seeing further Jesus in the three parts – face, penis and feet -. But: Serrano, saying about himself to be a Christ, doesn’t want to be blasphemous. The name piss Christ was meant descriptive as it was made with urine. Finally the many works with religion as motive stress the more human side of Christ and Christ was also a human being. The cross is often depicted as symbol for torture and death. That’s why his art is probably shocking, but also human.

Look for example at his series of photographs of homeless people in Brussels, the denizens as he calls them. Before he made a similar series in New York. His central issue is humanity.

You should come and discover the work of American photographer Andres Serrano at the Royal Museums of Fine Arts of Brussels. This is one of the biggest retrospectives ever to be dedicated to his work.

What I liked most was his „Rainmaker“ and  „The other Christ“ (2001) which became the exhibition’s motive: Jesus as a black man. Why not? It could have been; but anyway: Jesus would never have made any difference with regard of the colour of a person. For me it is a photo against prejudice and for respect towards everybody. Also wonderful: „The black supper“.

Four works that were considered scandalous and were vandalized during past events will also be on display to question the limits of censorship. “To show Serrano means to assert our basic values. Against barbarism and intolerance. Against obscurantism and inhumanity.” The museum is commenting.

The painter was born 1950 in New York; his father came from Honduras, hith mother from Cuba. He studied at the Brooklyn Museum Art School. His first exhibition was in 1985 in New York.

Royal Museums of Fine Arts of Belgium
Rue de la Régence / Regentschapsstraat 3
1000 Brussels

18.03. – 21.08.2016

Springt die Crowd in die Bresche?

ADAM

Es dürfte jedem klar sein: Museen sind auf die Hilfe der öffentlichen Hand angewiesen. Doch in Zeiten der leeren Kassen sind auch Kürzungen bei den finanziellen Zuwendungen für Kunst und Kunsteinrichtungen unvermeidbar.

Prominente Beispiele sind die Museen Prado, Louvre und Rijksmuseum, die gerade von erheblichen Kürzungen durch die öffentliche Hand getroffen wurden.

Als Konsequenz versuchen die Museen heute andere Finanzierungsquellen zu erschliessen. Eine Möglichkeit besteht sicher darin, private Förderer oder Unternehmen zu mobilisieren. In Amerika ist dies schon gängige Praxis. Es wird auch üblich, dass Künstler selbst für die Ausstellung ihrer Werke zahlen.

Konsequenz dieser Entwicklung könnte jedoch sein, dass künstlerische Erwägungen mehr und mehr finanziellen Zwängen zum Opfer fallen und die Qualität der europäischen Museumslandschaft zwangsläufig leiden könnte; eine Mindestföderung durch staatliche Stellen ist daher absolut notwendig.

Jean-Marie Bytebier

 

Jean-Marie-Bytebier

 

Sehen Künstler mehr?

Eine Balance zu finden zwischen figurativer und abstrakter Malerei könnte die Zielsetzung des flämischen Künstlers Bytebier lauten.

Seine Landschaften sind dann auch zu erkennen, wirken andererseits aber nicht sehr wirklichkeitsgetreu.

Vielmehr erschliessen sich dem Betrachter seiner Landschaften Details, die man eigentlich nicht sehen kann wie Ruhe, Weisheit, Kraft oder Ausdauer. Es sind wie er sagt “Fragmente”. Denn die heutige Welt sei viel zu komplex, um sie zu verstehen, weswegen er sie auch nur in Fragmenten zeige. Auch gibt es keine Zeit, nur den Moment.

Sehr originell und noch nie zuvor gesehen sind jene Gemälde, auf denen Teile fokussiert werden zum Beispiel in seinen Werken mit dem Titel “ver-bergen”. Was er wohl zeigen will, von dem, das wir verbergen?

Der im ostflämischen Deinze geborene Künstler (1963) studierte an der Akademie für Schöne Künste in Gent. Er war bereits 2012 und 2015 auf der Biennale in Venedig zu sehen. Jetzt zeigt eine interessante Ausstellung im Museum von Elsene eine Vielzahl seiner Werke in Acryl auf Holz oder Leinwand (bis 29.05.2016).

 

Museum van Elsene
Jean Van Volsemstraat 71
1050 Brüssel (Elsene/Ixelles)
Di – So 9.30 – 17 Uhr
www.museedixelles.be

Bosch in s’Hertogenbosch

Die Ausstellung läuft noch, ist aber zu normalen Zeiten so gut wie ausverkauft: Jheronimus Bosch – Visioenen van een genie, die noch bis zum 08. Mai in s‘-Hertogenbosch gezeigt wird.

Gut also, wenn man schon dort war! Denn phantastisch im wahrsten Sinne des Wortes die Werke und einmalig in ihrer Zusammenstellung als Gesamtschau.

Deutlich hält uns Bosch den Spiegel vor: unsere Laster, unsere Ängste, egal wo und wann wir leben. Und damit auch heute noch aktuell.

Der Meister selbst lebte zwischen Mittelalter, einer Zeit, in der Gott im Mittelpunkt des Lebens stand, und der Renaissance, eine Zeit, in der der Mensch die Bühne auch in der Kunst eroberte.
Für das Gute und das Böse ist der Mensch selbst verantwortlich lehrt Bosch und fordert die Eigenverantwortung des Menschen ein (De Dood en de Vrek, 1500).

Jheronimus_Bosch_050Originell und geheimnisvoll schildert er die Folgen des Handelns: Geht Geld und Gott zusammen? Der Heuwagen (1510) rollt langsam aber sicher in die Hölle und zieht alle mit, die sich für das Heu (Reichtum) entschieden haben. Ja wir Menschen balancieren auf des Messers Schneide (Das Jüngste Gericht, 1495 1505, Gröningemuseum).

Neben seinen Gemälden werden auch viele Zeichnungen gezeigt. Es war Bosch, der sie zum eigenständigen Genre erhob und sie nicht nur als Skizze verwendete.

Ein Highlight im Ausstellungsjahr 2016!

 

 

 

Miro forever

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Nach der grandiosen Miro Ausstellung im Kunsthaus Zürich (siehe Blogbeitrag) gibt es einen Wermutstropfen: Die Joan Miro Foundation in Barcelona – Miro forever sozusagen.

Nach einem Besuch wird schnell klar: Miro selbst war ein Gesamtkunstwerk. Denn neben seinen gigantischen Gemälden und Wandmalereien produzierte er auch hier zu sehende Wandteppiche (zum Beispiel den Teppich mit acht Schirmen), Skulpturen oder Keramik.

Seine Werke sprechen eine besondere Sprache, die sich vielleicht nicht unmittelbar erschliesst. Trotzdem: Das Verweilen vor „Das Lächeln einer Träne“ (1973), „Femme assise“ (1931) oder „Flame in Space“ (1932) lohnt sich. Letztlich erzählen sie fantastische Geschichten.

Gaudi and the motivation to be creative

 

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Sagrada Familia, Barcelona

 

If you look at the fantastic art works of Gaudi eg by walking through Barcelona you immediately realize his original style and his never ending creative power.

Where did he find his inspiration?

He looked at former periods, because he believed that „art is learned from examples which are the works of the past“. His inspiration is also felt: the greek roman mosaics, roman frescoes, gothic architecture… all included in his buildings. Besides architecture he also worked in the field of applied arts with pottery and created iron candleholders or stain glass. As major inspiration in this field served the nature. He was one of the artists striving for the „Gesamtkunstwerk“ and even used his genius for the grater glory of God.

Dada – ein satirischer Protest

Vor 100 Jahren ging von einer kleinen Gruppe Emigranten in Zürich eine Kunstbewegung aus, die bald auch Berlin, Hannover, Köln, New York und Paris erreichte. Ihr zufällig gefundener Name „Dada“ steht dann auch für den Zufall, für Absurdität, für Verweigerung und Ablehnung bisherheriger Kunststile, aber auch der bürgerlichen Gesellschaft, die zu dieser Zeit in den ersten Weltkrieg verstrickt war. Die Gruppe inszenierte sich allabendlich in der Künstlerkneipe „Cabaret Voltaire“ in Zürich mit humoristischen und absurden Texten oder musikalischen Auftritten. Damit waren sie Vorreiter der späteren Konzeptkunst.

Neben anderen Städten gedenkt jetzt auch die Dada Stadt Zürich dieser Gruppe rund um Hugo Ball, Emmy Hennings, Tristan Tzara, Hans Arp und vielen anderen mit verschiedenen Events und Ausstellungen. Die Nachbarstadt Winterthur widmet in ihrem Kunstmuseum eine Ausstellung der zentralen Figur des Dadaismus – Hans Arp (1886 – 1966).

 

Informationen unter:

www.dada-data.net

www.dada100zuerich2016.ch

www.arpmuseum.org

www.kmw.ch