Antoine Wiertz – wer bitte?

Ich kannte ihn nicht, zugegeben. Aber viele meiner Bekannten hatten diesen Namen ebenfalls noch nie gehört. Zu Unrecht, denn wenn man seine Bilder im Wiertz-Museum in Brüssel betrachtet, stellt man schnell fest, dass dieser belgische Maler des 19. Jahrhunderts zu jedem Bild auch immer eine Geschichte erzählt. Daher bezeichnet man ihn auch als “Philosoph mit dem Pinsel”.
Etwa “die schöne Rosine”, die an die Endlichkeit ihrer Blüte erinnert wird und dem Tod gegenübersteht. Oder das Bild “der Hochmut”, das schon durch sein Format, höher schien es nicht zu gehen, an das Thema erinnert. Oder “die Waffengewalt als Teil der Zivilisation”. “Quasimodo” erinnert an die traurige Geschichte des missgestalteten Glöckners von Notre-Dame.
Mein Lieblingsbild ist allerdings “die Rosenknospe”, die dem Betrachter von einer jungen Frau aus dem Bild gereicht zu werden scheint, im Hintergrund offenbar der Kavalier.
Das Brüsseler Museum, das ehemalige Atelier des Malers, zeigt nur einen Teil seiner Werke, darunter viele seiner Mammutgemälde. Ein Umbau des Gebäudes soll weitere Exponate ermöglichen.
“Um etwas gut zu machen, benötigt man lediglich ein bisschen Zeit”, sagt der Maler.
Ich freue mich auf das Ergebnis!
Wiertz-Museum, Rue Vautier 62, gegebüber vom Europäischen Parlament.

Kandinsky

Alles beginn mit einem Punkt.“ “Everything starts from a dot.”

Diese Aussage wird Wassily Kandinsky zugeschrieben.

Man könnte auch sagen „alles beginnt mit einem Gedanken“ oder „alles beginnt mit dem ersten Schritt“. Allen Aussagen gemeinsam ist, dass am Anfang alles offen ist: wird aus dem Punkt ein Bild und wenn ja welches? Folgt dem ersten Schritt ein zweiter? Wird die zündende Idee jemals umgesetzt? Das Reizvolle sind die unzähligen Möglichkeiten, die sich jedem von uns zu jederzeit bieten.

Zurück zu Kandinsky, den man mit Sicherheit nicht vorstellen muss. Man kann höchstens an seine genauen Lebensdaten erinnern: 1866 in Moskau geboren, 1944 in Neuilly-sur-Seine in Frankreich verstorben. Weniger bekannt ist vielleicht auch, dass er ein abgeschlossenes Studium der Wirtschafts- und Rechtswissenschaften hinter sich hatte, bevor er sich der Malerei zuwandte.

Assoziert wird mit seinem Namen sofort die abstrakte Malerei, deren virtuose Beispiele sich bei manchen sofort in Erinnerung rufen lassen. Ein Ereignis daher, wenn man auf der Ausstellung das angeblich erste abstrakte Gemälde der Kunst bewundern kann, das „Gemälde mit Kreis“ von 1911. Auch wenn man noch darüber streitet, ob es nun das erste war oder nicht, unbestritten ist die wichtige Rolle, die Kandinsky bei der Entwicklung dieser Kunstrichtung gespielt hat: er vollzog als erster konsequent und mit voller Absicht den Weg zu einer Malerei, die ganz und gar auf die Wiedergabe des Gegenstands verzichtet. Trotzdem: seine Gemälde sind streng genommen abstrahiert, aber nicht komplett abstrakt.
Dagegen spricht seine Bildersprache, die in allen seinen Werken zum Ausdruck kommt.

Und wer kennt seine fantastischen minutiösen Holzschnitte, die er ab 1901 fertigte und die auf der Ausstellung ebenfalls zu bewundern sind? Seine Hauptthemen sind hierbei Russland und das bürgerliche Leben des 19. Jahrhunderts.

Fasziniert haben mich aber vor allem zwei kleinere Ölgemälde mit dem Titel „Murnau“ von 1909, ein kleines Dorf in Bayern, in dem sich Kandinsky zeitweise aufhielt. Diese Gemälde haben sich noch nicht eindeutig vom Gegenstand gelöst. Auf mich wirken sie wie eine Allegorie zur Lebensfreude, so etwas wie „die Sonnenseite des Lebens“, hervorgerufen vor allem durch das leuchtende Gelb, der Farbe der Sonne und des Lichts.

Auf der Sonnenseite hat Kandinsky nicht immer gestanden, zumal er verschiedene Male seine Wohnorte verlassen musste: einmal beim Ausbruch des ersten Weltkrieges, als er Bayern und die Schweiz verließ und nach Russland zurückkehrte und zu Beginn der Machtübernahme der Nazis, als er wiederum Deutschland verließ und nach Neuilly-sur-Seine nach Frankreich flüchtete. Vor seiner Flucht übte er in Deutschland eine Lehrtätigkeit am Bauhaus in Weimar aus (1921), das später nach Dessau und danach nach Berlin verlegt wurde.

Er reiste auch freiwillig viel, sprach mehrere Sprachen und fühlte sich auch in der Fremde zuhause.

 

Gaudi and the motivation to be creative

 

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Sagrada Familia, Barcelona

 

If you look at the fantastic art works of Gaudi eg by walking through Barcelona you immediately realize his original style and his never ending creative power.

Where did he find his inspiration?

He looked at former periods, because he believed that „art is learned from examples which are the works of the past“. His inspiration is also felt: the greek roman mosaics, roman frescoes, gothic architecture… all included in his buildings. Besides architecture he also worked in the field of applied arts with pottery and created iron candleholders or stain glass. As major inspiration in this field served the nature. He was one of the artists striving for the „Gesamtkunstwerk“ and even used his genius for the grater glory of God.